Vermehrt Brandtote trotz Rauchmeldern

Ein vergessener Herd ist oftmals Ursache lebensgefährlicher Brände.
Ein vergessener Herd ist oftmals Ursache lebensgefährlicher Brände.

Hamburg. Seit 2011 gilt die Rauchmelderpflicht. Dennoch steigt die Zahl der Brandopfer. Ein Symposium aus über 30 Experten der Feuerwehr, Brandexperten und Rechtsmediziner will aufklären, wieso es dazu kommt.

Im letzten Jahr kamen 12 Menschen durch einen Wohnungsbrand ums Leben - das sind 2 mehr als im Vorjahr. Dieses Jahr sind es bereits 11 Opfer. 

Jeder Brandtote sei ein Einzelfall, sagte Oberbrandrat Franz Petter. Unter den Opfern seien ältere und bewegungseingeschränkte Menschen und solche, die unter dem Einfluss von Drogen oder Alkohol standen. Es komme auch vor, dass jemand beim Kochen einen Herzinfarkt erleide und erst anschließend ein Feuer entstehe.

Diese Brandopfer gab es trotz auslösendem Rauchmelder. Es stellt sich trotzdem die Frage, ob es noch weitere Tote gegeben hätte, wenn keine Rauchmelder installiert gewesen wären.

Es müsse über andere Brandschutzmaßnahmen nachgedacht werden, sagte Oberbrandrat Franz Petter. Er fügte allerdings hinzu: „Wir können die Leute nicht davon abhalten zu kochen.“ Eine häufige Brandursache sei die vergessene Pizza im Backofen oder das Schnitzel in der Pfanne. Eine Brandgefahr könnten auch Lithium-Ionen-Akkus darstellen, etwa wenn ein Elektro-Roller im Wohnzimmer stehe.

Quelle: Hamburger Morgenpost | Rauchmelder-Pflicht in Hamburg - Warum gibt es bei uns trotzdem so viele Brandtote?

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